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Bad Radkersburg

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Handwerk und Gewerbe

Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Radkersburger Handwerk immer wichtiger und konnte sich reich entfalten. Die Gewerbetreibenden waren maßgeblich für das wirtschaftliche  und kulturelle Leben in der Stadt verantwortlich.

Die Handwerker waren in Zünften organisiert. Diese Verbände gleicher
Gewerbetreibender verfolgten neben wirtschaftlichen auch soziale sowie religiöse Interessen. Ihre gesetzesähnlichen Zunftordnungen mussten streng befolgt werden.
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein waren die Zünfte für die gewerbliche Entwicklung  besonders wichtig. Marktkontrolle sowie der Schutz vor Konkurrenz sollten für wirtschaftliche Stabilität sorgen.

Es herrschte Zunftzwang und die Anzahl der Meisterbetriebe war genau bestimmt, um den Wettbewerb in engen Grenzen halten zu können.
Daneben gab es für die Angehörigen der Zunft strenge Verhaltensregeln, um die Berufs- und Standesehre zu sichern. Aber auch soziale Hilfeleistungen, wie beispielsweise die Versorgung von Witwen und Waisen von Zunftmitgliedern waren innerhalb einer Zunft geregelt.
Auch gab es Pflichten religiöser Natur: jede Zunft musste der Kirche Wachs spenden und sich an Gottesdiensten und Prozessionen beteiligen. Die Zunft griff also weitreichend in die Leben ihrer Mitglieder ein. Die Zünfte verlangten einen christlich-frommen Lebensstil.

Während die strenge Regelung des Handwerks im Mittelalter noch ausgezeichnet funktionierte, wurden die Zünfte schon bald ein Hemmnis für die innovative Entfaltung der Wirtschaft.

Bad Radkersburg zeigt im „Museum im alten Zeughaus“ seine wertvollen bis heute zu einem großen Teil mit Inhalt erhaltenen 17 Zunfttruhen. Sie legen ein Zeugnis längst untergegangener Handwerkskultur ab.

Handkasse der Bäcker 1614